Neu erfinden

Neu erfinden

Beshu Books

ISBN: 978-3-9821950-2-5
18,50 €
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Neu erfinden. Was der Mittelstand vom Silicon Valley lernen kann von Gunther Wobser 

Der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, gilt vielen mittlerweile als rückwärtsgewandt und träge. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen die Tüftler von gestern die Innovatoren von morgen werden, lautet die Herausforderung. Aber wie? Der Unternehmer Gunther Wobser hat die Antworten darauf im Silicon Valley gesucht. Statt „copy and paste“ gilt jedoch "inspect and adapt“. Denn der Mittelstand braucht seine ganz eigene Version von Zukunft. Eine Reise zu den Entrepreneuren an der Westküste der USA und zurück zu den Weltmarktführern in Baden-Württemberg.  

 

REZENSIONEN – NEU ERFINDEN  

„Damals, als ich selbst dort lebte und ein Buch über das mächtigste Tal der Welt schrieb, stellte ich mir diesen Unternehmertyp als Idealfall vor. Ich schilderte ihn im Buch, noch bevor ich eine realen Menschen kannte, der so handelte: Auszuwandern, um sich neu zu erfinden. Innovation und Disruption zur Chefsache zu machen anstatt sie an die zweite Ebene zu delegieren. Mit Gunther Wobser ist dieser Idealtyp Wirklichkeit geworden.“

Christoph Keese, Publizist und Unternehmer. Autor von „Silicon Valley“, „Silicon Germany“ und „Disrupt Yourself“

 

LESEPROBE

In Deutschland werden Unternehmen durchschnittlich gerade einmal volljährig, nach 18 Jahren sind sie meist verschwunden. Das jedoch widerstrebt den gelernten Zielvorgaben eines Mittelstandsunternehmens. Hier wird nicht an 18 Jahre gedacht. Auch nicht an fünf Jahre, um es dann wie ein Start-up gewinnbringend zu verkaufen. Der Anspruch ist vielmehr, das Unternehmen an die nächste Generation weitergeben zu können. Wie können diese Firmen über Generationen hinweg überleben? Wie haben sie es in der Vergangenheit getan? Meine Antwort: Sie innovieren ständig, ohne ihre Kernkompetenzen zu vernachlässigen. Weil sie aktuelle Veränderungen und Strömungen antizipieren – und idealerweise mitgestalten und prägen. Aber mit der zunehmenden Größe schwindet die Agilität und damit auch die Innovationsgeschwindigkeit. Als mehrfach prämierter Weltmarktführer steht man sich manchmal selbst im Weg. Gefährlich wird das Verharren auf Erreichtem und das Wiegen in vermeintlicher Sicherheit. Wie also stehen wir zu diesen Herausforderungen, zu diesen Herausforderern? Wie können wir unser Unternehmen aus dem maschinellen Zeitalter in die digitale Ära führen? Am liebsten wäre es uns selbstverständlich, wenn im eigenen Unternehmen die großen Chancen gesehen würden und werden. Aber wer die mangelnde Innovationskraft in Mittelstandsunternehmen nüchtern konstatiert und vorwurfsvoll beklagt, versteht nicht die Spannungsfelder: zwischen Tagesgeschäft und Strategie, zwischen Kern und Zukunft, zwischen festen, zu erfüllenden Aufgaben und neu geschaffenen, noch auszufüllenden Funktionen. Für ein bestehendes Unternehmen sind die Grenzen oft fließend. Wann geht es um disruptive Technologien, wann um solche, die das Überleben sichern, weil sie bestehende Produkte signifikant verbessern? Diese Unterscheidung, die im Silicon Valley so fein säuberlich gezogen wird, kann so haarscharf nicht immer getroffen werden. 

Wie können neue Technologien unser Unternehmen revolutionieren und so nach vorne bringen? Oft fühlt sich diese Frage quälend an, wie eine Aufgabe, die ungelöst bleibt, Tag für Tag. Aber wer sich dem stellt, der hat sich schon einmal auf den Weg gemacht. Der berühmte Unruhezustand ist eingetroffen.