Hell und Dünkel

Hell und Dünkel

J.A. Minsch

ISBN: 978-3-9821950-0-1
14,00 €
Einzelpreis pro
inkl. Mwst., zzgl. Versandkosten

Hell und Dünkel von J. A. Minsch

Berlin kann auch reich, bleibt aber schmutzig.

 

Ein scharfer Blick hinter die Kulissen des Geldadels am Wannsee, wo sich das neue Berlin heute noch anfühlt wie die alte Bundesrepublik.

 

Ein Albtraum für alle, die den Berlin-Roman totschweigen wollen. 

 

REZENSIONEN – HELL UND DÜNKEL

»Hell und Dünkel. Wie Pop klingt es – so lässt es sich zumindest am Anfang meinen. Aber dann hebt sie geradezu barock ab, diese Novelle über eine vormoderne Hölle im Gehege des Geldadels am Wannsee. Gefühle machen Fehler und erzeugen einen Sog über 120 Seiten zum katastrophalen Plot, der so erwartbar wie überraschend ist. Nur wir Menschen entscheiden uns manchmal dazu, uns vom Guten abzukehren – so steht es da zu Beginn. Und beim Lesen kann man es dann selbst tun. Wer es braucht, kann sich also Katharsis abholen mit J.A. Minschs Debüt. Und: Mit Hell und Dünkel reiht sich Beshu Books ein unter die Macher der neuen schönen Bücher. Ein Schmuckstück.«

Dr. Andreas Galling-Stiehler, Ästhetik & Kommunikation

 

LESEPROBE

Am Ende der Allee rauschte der Verkehr auf dem breiten, dicht befahrenen Spandauer Damm an der Siedlung vorbei. Der Blinker klackerte, Mama schaltete in den zweiten Gang und wir kurvten in das große Berlin hinein. Im Schatten schmuckloser Gebäude fuhren wir in Richtung Charlottenburg. Sie nahm ihre Sonnenbrille ab und sah stumpf zu den gesichtslosen Mietskasernen, in deren Ladenzeilen merkwürdiges Gewerbe, wie ein Shop für Jalousien, ein rostiger Kiosk oder ein Teppichfachgeschäft ihr dürftiges Angebot ausstellten. 
Leise schnappte sie nach Luft. »Jedes Mal, wenn ich aus der Siedlung komme, fühle ich mich wie ausgespuckt.« 
»Insellage«, sagte ich. »Dafür werden die anderen nicht zu uns hereingespuckt.« 
Sie setzte ihre Brille wieder auf, obwohl die Sonne gerade hinter das weite Häusermeer gerutscht war. 

Hinter J.A. Minsch steht die Zusammenarbeit von Jan Schimmang und Antonia Schulemann.