Die Krise ist weiblich

Die Krise ist weiblich

Beshu Books

ISBN: 978-3-9821950-3-2
16,00 €
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Die Krise ist weiblich. Wie wir Familienaufgaben gerechter aufteilen und was Politik dafür tun muss von Nina Stahr

Die Corona-Pandemie hat Ungleichheiten in unserer Gesellschaft schonungslos sichtbar gemacht. Viele Mütter, Väter und Kinder fühlten sich alleingelassen und vergessen. Wie die extremen Erfahrungen der Corona-Pandemie jetzt den Durchbruch zu Gleichstellung und Gerechtigkeit bringen können, skizziert Nina Stahr in diesem brisanten Zeitdokument, das die einzigartigen Monate der Kontaktbeschränkungen persönlich festhält. Eine Streitschrift, die das neue Krisenmanagement aufzeigt.

Das darf uns nicht noch einmal passieren! Viel zu lang haben sich gesellschaftliche Strukturen stillschweigend darauf ausgeruht, dass Frauen unbezahlt und ungefragt Arbeiten und Aufgaben zuhause und in der Pflege übernehmen. Doch still ist hier nichts mehr. „Das können wir nicht auf uns sitzen lassen. Wir können es besser.“, meint Nina Stahr und skizziert in „Die Krise ist weiblich“ wie die extremen Erfahrungen des Lockdowns nun endlich den Durchbruch im Bereich Gleichstellung und Gerechtigkeit bringen können.

Worum es geht? Ums Ganze. Ums Große. Die Corona-Pandemie war das Brennglas, unter dem sich Ungleichheiten schonungslos zeigten. Sowohl innerhalb der Familien, als auch in der Gesellschaft, auf die Familien in Deutschland treffen. Oder eben nicht. Denn die meisten Mütter, Väter und auch Kinder fühlten sich alleingelassen und vergessen. Auch dies nicht zum ersten Mal. 

Familien im Lockdown. In dieser höchst zeitaktuellen, sehr persönlichen Veröffentlichung, werden die einzigartigen Monate des Lockdowns festgehalten. Es ist eine Streitschrift, die das neue Krisenmanagement aufzeigt und in der mehr als 100 Familien Einblick in ihre ganz privaten Erfahrungen geben. 

 

LESEPROBE

Es ist unangenehm, sich mit dem Partner über etwas Banales wie die letzte Spülmaschine auszutauschen und darüber, wer sie ausgeräumt hat. Es vermittelt, auch beim Schreiben, ein ungutes Gefühl, aufrechnen zu wollen, wer nun mehr im Haushalt macht oder  sich  länger  um  die  Kinder  kümmert. Diese  Auseinandersetzung wirkt meist gleichzeitig kleinlich wie unlösbar, da wir schnell auf die Wahrnehmung stoßen, es ginge um Angriff und Verteidigung. Um den großen Kampf der Geschlechter, den wir nun an der Küchenzeile austragen. Und wehe, wenn wir hier einen Millimeter abweichen. Es war stets der Anspruch der Urmütter des Feminismus, die im Alltag versteckten Benachteiligungen  von  Frauen  ebenso  zu  beheben  wie  große strukturelle in der Gesellschaft. Mittlerweile ist Gleichberechtigung festgeschrieben, in unserer Verfassung, aber auch in vielen ihrer gesetzlichen Ausformungen. Es ist eine Spielregel, die für alle gilt, und damit ist sie festgeschrieben längst kein Anliegen allein der Frauen mehr. Können wir uns nicht darauf einigen? Dass wir, ob Mann oder Frau, uns empören, wenn unsere Gesellschaft ungleich ist?